Allgemeine Informationen

Róth Miksa Emlékház
(Maximilien Róth Gedenkhaus)

1078 Budapest, Nefelejcs utca 26.

Phone: (0036- 1) 341 -6789
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Director: Tibor Fényi
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Geöffnet: zwischen 14 und 18 Uhr.

Montag ist geschlossen!

 

 


Miksa Róth
K.u.K. Hofglassmaler und Mosaikkünstler
(1865-1944)


Im VII. Budapester Stadtbezirk, in der Nefelejcs utca 26 befindet sich das Gedenkhaus Miksa (Maximilian) Róth. Es ist im einstigen Wohnsitz dieses bedeutendsten Vertreters der ungarischen Glasmalerei und Mosaikkunst untergebracht. Róth eröffnete 1885 ein Atelier für Glasmalerei in Budapest und ab 1910 arbeitete er unter obiger Adresse. Auf diesem Grundstück gibt es zwei Häuser: das erste galt als Wohnhaus des Künstlers, das zweite (noch in renovierungsbedürftigem Zustand) als Atelier, in dem er zuweilen 15-20 Angestellte beschäftigte.

Seit seinen jungen Jahren war Róth darum bemüht, den Stil der mosaikartigen Glasmalerei in den mittelalterlichen Kathedralen zu erneuern. Auch seine ersten Arbeiten (z.B. die Fenster der Kirche von Mariensdorf im heutigen Burgenland) erstellte er in gotisierendem Stil. Von 1896 an fertigte Róth die mehrere Tausend Quadratmeter umfassenden Glasfenster des ungarischen Parlaments an. Diese Arbeit bescherte ihm landesweite Anerkennung.
Auf die Wirkung des Jugendstils hin veränderte er später seinen Stil und wurde zu einem der anerkanntesten Meister der ungarischen Sezession. Er war der Erste in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, der zur Anfertigung seiner Arbeiten Tiffany-Glas verwendete. 1897 begann er mit der Herstellung von Mosaikbildern, von denen heute mehrere bedeutende Exponate im Gedenkhaus bewundert werden können. Seine Mosaiken schmückte er mit Elementen der Eosinglasur- und Relief-Keramik der Zsolnay-Fabrik in Pécs und mit Tiffany-Glas.

Zahlreiche Werke von Miksa Róth machten ihm einen Namen weit über die Grenzen Ungarns hinaus: So schuf er gemeinsam mit Géza Maróti die 1500 Quadratfuß große Glaskuppel der Oper in Mexiko und fertigte u.a. Bleiglasfenster für Kirchen in Norwegen und Sizilien oder Prunkfenster für die niederländische Königin Wilhelmine an. Eines seiner Hauptwerke, die Fenster des Kulturpalais von Tirgu Mures (heute Rumänien) entstand gemeinsam mit Sándor Nagy. (Einige kleinere sog. Kabinettbilder der beiden Künstler sind ebenfalls im Gedenkhaus ausgestellt).

In den 20er Jahren schuf Róth zahlreiche Art déco Werke, in den 30er Jahren wiederum erneut historisierende Arbeiten. Eine so lange, mehrere künstlerische Stilrichtungen überspannende künstlerische Laufbahn ist eine rechte Seltenheit. Drei Zimmer im ersten Stock des Gedenkhauses stellen die Glasmalereien und Mosaiken von Miksa Róth dar, in weiteren drei Zimmern werden seine einstigen Möbel und Kunstgegenstände gezeigt. Im Erdgeschoß erwarten temporäre Ausstellungen ihre Besucher.

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